… wenn eine kleine Narretei, die man sich gönnt, solch ein Echo erfährt:
»Die Geschichte des Fortsetzungsromans und Eisenbahngeschichte verbinden, geht denn das? Und wie! Marlen Schachinger bekommt das Unwahrscheinliche gewohnt virtuos hin, lässt den Zug via verspielter Buchgestaltung auch gleich graphisch abfahren. Wie war das gleich mit Ritter von Ghega? Welche Ingredienzien benötigt ein erfolgreicher Roman und wie hängt das mit dem Trägermedium zusammen?
Dies und vieles mehr erfährt man auf dieser vergnüglich-lehrreichen Romanfahrt mit sowohl faktischen als auch fiktionalen Stationen. Ferro- und Literaturerotiker*innen aller Länder: ab in die nächste Buchhandlung oder noch besser: gleich direkt zum Verlag!« (Dr. Norbert Bachleitner)
»Es gibt noch Hoffnung für Romantiker! Während der deutschsprachige Roman des ‚populären Realismus’ heute gerne unter selbst auferlegter Schwere und chronischen Selbstzweifeln laboriert, präsentiert Marlen Schachinger-Pusiol mit Ihrem »Mann, der einen Berge versetzte …« ein im besten Sinne ‚anderes’ lese-kulinarisches Kabinettsstück: In der hübschen Verpackung eines kleinen Fortsetzungsromans wird der offenen Herzens Lesende mit der großen Literaturgeschichte der Gattung 'Fortsetzungsroman' auf höchst unterhaltsame Weise vertraut gemacht. Oder verhält es sich nicht doch genau umgekehrt? Jedenfalls trotz mittendrin die Liebe eines jungen Bahningenieurs zu einer reschen Dorfschönheit ‚überm Berg’ - und es handelt sich nicht um die Koralm! - am Ende allen Widrigkeiten. Warum Berge versetzen, wenn man diese auch untertunneln kann? Ein warmes Leselicht am Ende des Tunnels im Bücherberg!«
(F. A. Tomasi)
»›Der Mann, der einen Berg versetzte, da seine Frau ihr Leben lebte‹, verdankt seine Existenz einer ganzen Reihe von Umständen und Gegebenheiten, die seiner Autorin widerfuhren. Da wäre zunächst ein Festplattencrash mit obligat fehlendem Backup zu nennen, dem unter anderem die Recherche über einen kühnen Ingenieur und seinen abenteuerlichen Tunnelbau zum Opfer fiel. So geriet die Suche nach der verlorenen Geschichte in die Geschichte des namenlos gewordenen Eisenbahnpioniers und seiner leidenschaftlichen Liebe zur Frau auf der anderen Seite des Berges.
Hinzu kam die Gelegenheit, ein altes Genre zu erproben und einen Fortsetzungsroman zu verfassen. Auch hier wird die Auseinandersetzung mit der Form zugleich zum Inhalt. Und/Oder umgekehrt, denn der Text lässt viele Perspektiven zu. Wie bei Kippbildern genügt oft eine kleine Änderung des Blickwinkels um zu neuen An- und Einsichten zu gelangen.
Es ist ein ein ebenso kunst- wie liebevolles Spiel, das Marlen Schachinger hier auf zahlreichen Ebenen treibt. Mit Lust am spielerischen Experiment und bei aller poetischer Ernsthaftigkeit nie ohne Schalk im Nacken. Dreh- und Angelpunkt ist jene Leidenschaft, die Menschen Visionen entwickeln und Hindernisse überwinden lässt.«
(Herbert Gnauer, Literadio)
»Landschaften in Schalen«: So heißt der kürzlich erschienene Roman der gebürtigen Braunauer Autorin Marlen Schachinger-Pusiol. Dieses Buch entführt die Lesenden nach Kuba, zum ernüchternden journalistischen Alltag des Protagonisten Viktor und den Gedanken einer Autorin, um nur einige Aspekte zu nennen.
Silvana Steinbacher spricht mit Marlen Schachinger-Pusiol natürlich über ihren neuen Roman, aber auch über den Zustand unserer Demokratie - ein wesentliches Thema des Romans - sowie über Gesellschaft und Politik:
»Ein herausragender Roman, in dem man eine Menge über aktuelle Vorgänge in Konferenzzimmern, bei Verlagen und in Redaktionen erfährt, durch den man aber auch mit den Bedeutungsvarianten des kubanischen Spanisch vertraut gemacht wird. Die lebendige, authentische Erzählweise der Autorin, einer in Braunau geborenen promovierten Literaturwissenschafterin, die im Buchhandel arbeitete und nun selbst einen Verlag leitet, reißt Lesende mit […]. Dieser großartige Roman schildert in selten authentischer Weise ein ganz anderes Kuba, als es Touristen zu kennen glauben. Die Autorin erweist sich nicht nur als Meisterin im Erzählen lokaler Details und im Zeichnen authentischer Charaktere, sondern sie lässt Lesende überdies Dialoge in Originalsprache miterleben, was von ihrer profunden Land-und-Leute-Kenntnis und ihren sprachlichen Erfahrungen als Übersetzerin ins Spanische zeugt. Notwendige Erläuterungen flicht sie dabei so geschickt in die Syntax ein, dass sie weder den lateinamerikanisch anmutenden Wahrnehmungsfluss noch den für Lateinamerikas Spanisch so typisch vorwärtsdrängenden Sprechrhythmus stören. Über den gesamten Kuba-Block hinweg klingt ihre für das Lese-Verständnis notwendige Zweisprachigkeit nicht weniger cool als die Satzmelodie des originalen kubanischen Spanisch.«
(Wolfgang Kauer: Dorfzeitung – Dorf ist überall.)